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Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können bei der Sklerosierung auftreten?

Wenn unter Berücksichtigung all der im vorherigen Kapitel aufgeführten Faktoren eine Verödungsbehandlung durchgeführt wird, ist sie zumeist nebenwirkungsarm. Es kommt jedoch auch bei korrektem Einspritzen des Verödungsmittels zu einer dosierten Entzündungsreaktion, die sich an der Haut mit einer umschriebenen Rötung, Schwellung und Schmerz äußern kann. Ein Bluterguss an der Einstichstelle ist sehr häufig. Der danach im Gefäß liegende Blutklumpen muss gegebenenfalls mittels eines kleinen Einstiches entfernt werden. Im Rahmen der Entzündung entsteht Narbengewebe, welches das Innere der Vene vollständig oder auch nur teilweise ausfüllen kann. Aufgrund dieser Narbenbildung ist die Vene auch nach erfolgreicher Verödung zunächst noch tastbar und eventuell als bräunlicher Strang sichtbar. In der Regel bilden sich diese Veränderungen jedoch innerhalb mehrerer Wochen bis Monate vollständig zurück. Gerade bei dunkelhäutigen Menschen können die Verfärbungen allerdings länger anhalten.

Da der angestrebte Verschluss der Krampfader nicht immer vollständig ist, ist auch der gewünschte Behandlungserfolg nicht zu garantieren. Bei übermäßiger Entzündungsreaktion nach der Behandlung treten die oben beschriebenen Folgen in stärkerer Ausprägung auf und nehmen bis zum vollständigen Abklingen einen längeren Zeitraum in Anspruch. Bei Fortschreiten des Gefäßverschlusses über den festgelegten Bereich hinaus kann in seltenen Fällen eine tiefe Venenthrombose ausgelöst werden. Darüber hinaus kann eine Verödung, bei der die Krampfader nicht getroffen wird, zum Absterben des umgebenden Gewebes führen, da das Verödungsmittel für die dortigen Körperzellen giftig ist. Die Größe des betroffenen Bereichs ist dabei abhängig von der Konzentration des Verödungsmittels und der gespritzten Menge. Besonders groß ist das geschädigte Areal, wenn das Verödungsmittel in eine Arterie gelangt ist. Im Rahmen der Abheilung des abgestorbenen Gewebes entstehen dann Narben. Eine weitere schwere Komplikation ist die allergische Reaktion auf das Verödungsmittel, die in seltenen Fällen auch einen allergischen Schock auslösen kann. Örtliche Unverträglichkeiten durch das Verödungsmittel oder Allergien auf die Verbandsmaterialien sind hingegen weniger bedenklich und bilden sich im Allgemeinen rasch zurück. Durch die veränderten Druckverhältnisse in den Venen infolge einer erfolgreichen Sklerosierung können Besenreiser entstehen, die dann schwierig zu beseitigen sind. Diese Komplikation gibt es allerdings gleichermaßen bei operativer Sanierung.

letzte Aktualisierung dieser Seite am: 25.01.2017
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