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Allgemeine Therapiemaßnahmen bei Venenerkrankungen

Die allgemeinen Therapiemaßnahmen umfassen im wesentlichen Anwendungen der sogenannten physikalischen Therapie, die Sie in Krankengymnastik- und Massagepraxen erhalten können. Viele der im folgenden skizzierten Therapien werden auch im Rahmen von Kur- und Heilmaßnahmen durchgeführt. Viele Kur- und Urlaubsorte bieten Massagen, Gymnastik und Hydrotherapie zusätzlich für Kur-Urlauber außerhalb von Kuraufenthalten an.

Massagen

Sanfte Streichmassagen festigen das die Venen umgebende Bindegewebe und unterstützen den Abtransport von Blut und Lymphe aus den Beinen. Mit manueller Lymphdrainage kann der Abfluss der Lymphe und der Gewebeflüssigkeit ebenfalls gefördert werden. Durch wiederholte kreisende und gleitende Bewegungen sowie zu- und abnehmende sanfte Druckimpulse wird dieser Effekt erzielt.

Bei entzündlichen Venen- und Lymphstauungen sind Massagen hingegen nicht angezeigt, da sie zu einer Ausbreitung der Erreger führen können. Krampfadern und ihr Bindegewebe sind sehr empfindlich. Kneten, Schütteln und Klopfen beim Massieren venenempfindlicher Beine sind zu vermeiden, um der Entstehung von Blutergüssen vorzubeugen. Auch die Verwendung von Vibrationsgeräten ist aus diesem Grund nicht zu empfehlen.

Gymnastik

Neben dem empfohlenen Gehen, Wandern und Schwimmen (siehe Alltagstipps) gibt es spezielle Gymnastikübungen, die darauf ausgerichtet sind, die Gelenke der Beine aktiv zu bewegen, die Wadenmuskeln zu trainieren und die Muskelvenenpumpe in Gang zu bringen. Die einfachsten Maßnahmen sind der Zehengang und der Fersengang sowie das Anheben der Knie beim Gehen bis auf Gürtelhöhe. Weitere Gymnastikübungen haben wir im Beitrag Venengymnastik für Sie zusammengestellt. Diese Übungen können zum Teil sogar bei Bettlägerigkeit durchgeführt werden. Auch Atemgymnastik ist geeignet, den venösen Rückstrom in Richtung Herz zu fördern.

Hydrotherapie

Durch Kalt- bzw. Warmwasseranwendungen (Hydrotherapie) lassen sich schwache Gefäße und Gewebe straffen. Waten durch kühles Wasser fördert zudem die Beindurchblutung. Auf diese Weise kann man den Folgen einer chronischen Beinvenenschwäche vorbeugen.

Auch Anwendungen nach Kneipp können bei Erkrankungen der Venen hifreich sein. Sie basieren auf dem Prinzip wechselwarmer Waschungen oder Güsse. Für Bettlägerige eignet sich die Waschung mit einem heißen feuchten Handtuch vom Fuß zum Oberschenkel mit anschließender Anwendung eines kalten feuchten Handtuches. Im Anschluss werden die Beine noch feucht in ein trockenes Laken gewickelt. Zur Förderung der positiven Wirkung auf den Gesamtorganismus können diese Waschungen auch zusätzlich am Stamm und anschließend an den Armen durchgeführt werden. Wer nicht bettlägerig ist, sollte wegen des stärkeren Effektes statt der Waschungen den Guss oder die Dusche vorziehen, wobei das Wasser das Bein sanft umspült. Man beginnt an einem Bein auf der Außenseite mit heißem Wasser und arbeitet sich langsam bis zum Knie oder nach einiger Gewöhnungszeit auch bis zur Hüfte vor. Anschließend lässt man den Strahl auf der Innenseite wieder nach unten wandern, ggf. mit einer zusätzlichen Dusche für die Fußsohlen. Das zweite Bein wird gleichermaßen behandelt. Im Anschluss wird der gleiche Vorgang mit kaltem Wasser wiederholt. Die Warmwasserbehandlung sollte länger andauern als die Kaltwasseranwendung. Am Ende sollte man sich wohlig durchwärmt fühlen.

letzte Aktualisierung dieser Seite am: 25.01.2017
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