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Krampfadern treiben Gesundheitskosten in die Höhe

8. Februar 2011 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Wissenschaftler der Universität Bonn prognostizieren steigende Kosten für das Gesundheitswesen aufgrund von Venenerkrankungen. Zu diesem Schluss kommen die Forscher in einer Publikation im Fachjournal Phlebology, für die sie weltweite Studien ausgewertet haben. Schon heute verursachen chronische Venenkrankheiten nach Angaben des statistischen Bundesamtes allein in Deutschland jährliche Kosten von gut zwei Milliarden Euro. "Die Risikosituation wird dramatisch zunehmen", warnt Professor Dr. Eberhard Rabe, Oberarzt in der Dermatologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. "Die Gruppe derer, denen eine Venenerkrankung droht, wird immer größer." Das Risiko steige mit zunehmenden Alter und Übergewicht. Mit Blick in die USA werde dies besonders deutlich, betont Rabe. Parallel zum stetig steigenden BMI (Body-Mass-Index) der US-Amerikaner steige dort auch die Zahl der Venenpatienten.

Laut Studie sind auch die Unterschiede im europäischen Vergleich bemerkenswert. In Schweden etwa konnten die Kosten für das Gesundheitswesen deutlich gesenkt werden. Dies war möglich durch gut strukturierte Organisationsabläufe sowie gutes Qualitätsmanagement bei Patienten mit Unterschenkelgeschwüren in schwedischen Kliniken und ambulanten Praxen.

"In Deutschland gibt es eine Unterversorgung für chronische Venenerkrankungen", beklagt der Experte. "Viele Patienten werden nicht adäquat und frühzeitig genug behandelt oder gehen zum Teil auch gar nicht zum Arzt." Es gebe verschiedene Stadien der Erkrankung, und je länger man warte, desto schwieriger und teurer werde die Therapie. "Die von uns durchgeführte Bonner Venenstudie hat gezeigt, dass Patienten mit Krampfadern ein hohes Risiko tragen, dass die Erkrankung zu Schwellungszuständen und Hautveränderungen fortschreitet."

Aus diesem Grund fordern Bonner Ärzte mehr Aufklärung über die Risikofaktoren, mehr Früherkennungsuntersuchungen und qualifizierte Behandlungsprogramme von Seiten der Krankenkassen. "Zwar steigen auch hierdurch kurzfristig die Kosten, langfristig profitieren aber sowohl die Krankenkassen als auch die Patienten von den Maßnahmen", sagt Professor Rabe.

Quelle: Frank Luerweg, Abteilung Presse und Kommunikation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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