Aktuelles
Nachbericht zur Telefonaktion der Zeitschrift WOCHE HEUTE mit Dr. Uwe Schwichtenberg aus Bremen
29. Juli 2010 - Björn Meyer, Webmaster

Am Mittwoch den 2. Juni fand von 16 bis 18 Uhr die Telefonaktion der Zeitschrift WOCHE HEUTE mit Dr.Uwe Schwichtenberg aus Bremen statt (wir berichteten). Im Folgenden haben wir einige der interessantesten Fragen und Antworten der Hotline für Sie zusammengestellt.

Frage: Was ist Kryostripping?
Antwort: “Kryo” steht für “Kälte” und beim Kryostripping wird die krankhaft veränderte Vene mit Hilfe einer sogenannten Kältesonde vollständig entfernt. Die erkrankte Vene klebt dabei an der auf minus 85 Grad gekühlten Sondenspitze fest. Dann wird die erkrankte Vene entfernt.

Frage: Ich habe einen Termin zur Venen-OP. Sollte man lieber in eine Spezialklinik?
Antwort: Tüchtige Ärzte, denen man vertrauen kann, gibt es sowohl in Spezialkliniken, als auch in gefäßchirurgischen Abteilungen "normaler" Krankenhäuser.

Frage: Muss man Krampfadern operieren lassen, wenn sie keine Beschwerden machen?
Antwort: Eine OP sollte erfolgen, wenn es zu einer oberflächlichen Venenentzündung, einer Krampfadernblutung oder zur chronisch venösen Insuffizienz mit Ausbildung eines Geschwürs, also einem „offenen Bein“ kommt. Auch wenn ein Schweregefühl der Beine, ein Anschwellen der Knöchel abends oder häufige Wadenkrämpfe in der Nacht aufteten, kann eine OP sinnvoll sein. Soweit sollte man es aber nicht kommen lassen und bei den ersten Anzeichen mit mehr Bewegung, Hochlagern, Verzicht auf Nikotin und bei Hitze mit kühlenden Sprays gegensteuern. Bewährt hat sich auch eine Rosskastanien-Venenkur, diese kann die Venen abdichten, stärken und stabilisieren.

Frage: Muss ich nach einer tiefen Venenthrombose unbedingt die verordnete Kompressionsstrumpfhose tragen?
Antwort: Ja. Wenn man nämlich nach der Behandlung einer tiefen Venenthrombose (TVT) keine vernünftige Nachsorge betreibt – zum Beispiel das Tragen von Kompressionsstrümpfen - können durch Gerinnsel im tiefen Venensystem chronische Stauungserscheinungen auftreten. Diese bezeichnet man zusammengefasst auch als postthrombotisches Syndrom.

Frage: Ich nehme eine Creme gegen die Venenschwäche, was kann ich sonst noch tun?
Antwort: Eine leichte Venenschwäche äußert sich oft in Form von müden schweren Beinen, Spannungsgefühlen oder Kribbeln in den Beinen. Das können bereits Vorstufen eines Krampfaderleidens sein, bei welchem sich die Adern sichtbar nach außen drücken. Dagegen hilft gezielte Bewegung um die Beinmuskulatur zu stärken. Treppensteigen und Kniebeugen wären einfache Venengymnastik-Übungen für die Kräftigung der Beine. Ein Trockenextrakt aus Rosskastaniensamen stärkt die Venenwände und Venenklappen, am besten ist eine kurmäßige Anwendung einer Retardkapsel mit Rosskastaniensamenextrakt. Diese sorgt dafür, dass der Wirkstoff dauerhaft und optimal dosiert in die Venen gelangt. Eine geeignete Creme oder auch ein kühlendes Aescin-Gel sind auf jeden Fall eine gute Ergänzung als Unterstützung von außen.

Frage: Ich habe Ziehen in den Beinen. Kommt das von den Venen?
Antwort: Ihre Beschwerden klingen zwar eher wie ein orthopädisches Problem, Sie sollten aber ihre Beingefäße untersuchen lassen, um eine Venenerkrankung auszuschließen.

Frage: Ich habe seit 2 Jahren ein offenes Bein. Was soll ich machen?
Antwort: Wichtig ist, dass Sie wegen der Wundbehandlung kontinuierlich ärztlich betreut werden. Das offene Bein ist eine chronische Wunde und oftmals eine therapeutische Herausforderung. Sowohl Hautärzte, als auch Venenspezialisten setzen sich mit diesem Thema intensiv auseinander. In vielen Städten gibt es auch Wundnetzwerke oder Wundambulanzen, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben. Für die Versicherten mancher Krankenkassen gibt es Angebote im Rahmen der sogenannten integrierten Versorgung. Fragen Sie Ihren Sachbearbeiter, ob Ihre Krankenkasse so etwas an Ihrem Ort anbietet.

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