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Effekte der Kompressionstherapie

19. Juni 2006 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Eine der möglichen Folgen eines Krampfaderleidens ist das „offene Bein“. Die einzige nicht-operative Maßnahme, die dies verhindern kann, ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen. Auch die Häufigkeit der Folgeschäden nach einer Thrombose wird durch konsequente Kompressionstherapie auf die Hälfte verringert. Die Kompressionstherapie ist eine der wichtigsten Säulen in der Therapie der Venenleiden. Kompression bedeutet Druck. Durch das Anlegen eines Verbandes mit Kompressionsbinden oder das Tragen eines Kompressionsstrumpfes werden die erweiterten Venen (Krampfadern - Varizen) von außen zusammengedrückt. Dadurch können die Venenklappen wieder schließen und die Beinmuskulatur kann die Venen besser auspressen, wodurch der Abtransport des Blutes zum Herzen verbessert wird.

Gemäß einer wissenschaftlichen Untersuchung von Cesarone und Mitarbeitern führen die Krampfadern, die mit einer geschädigten tiefen Vene verbunden sind, in 22% der Fälle in einem Zeitraum von 6 Jahren zum „offenen Bein“. In der Hälfte der Fälle reicht das alleinige Tragen von Kompressionsstrümpfen aus, um diese Folgeerkrankung zu verhindern. Wird eine Operation durchgeführt und anschließend für ein Jahr ein Kompressionsstrumpf getragen, um das Wiederauftreten der Krampfadern zu verhindern, kann die Erfolgsrate auf 90% gesteigert werden. Der Effekt dieser Maßnahme wird vor allem durch die Verringerung des Druckes in den kleinsten Gefäßen und durch die Verringerung der Wassereinlagerung in den Beinen erreicht. Über den gleichen Weg helfen Kompressionsstrümpfe auch bei der Verhinderung der Folgen von tiefen Beinvenenthrombosen. Kahn und Mitarbeiter konnten in einer wissenschaftlichen Arbeit zeigen, dass mehr als die Hälfte der Langzeitschäden nach Thrombosen durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen über einen Zeitraum von 3 Jahren verhindert werden können. In dieser Zeit werden die Thrombosefolgen "repariert", ohne dass es durch den Stauungseffekt zu Schäden kommt.

Quelle: M.R. Cesarone et al. Angiology 53/2002 und Kahn et al. Journal of Thrombosis and Haemostasis, 1 500-506 zitiert nach medi-fax 95 und medi-fax 97

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